Runderneuerte Reifen sehen auf den ersten Blick wie neue Reifen aus.
In Wahrheit sind runderneuerte Reifen aber Altreifen, auf denen eine neue Lauffläche (Profil) gezogen wurde.
Aus diesem Grund werden Runderneuerte nur bedingt empfohlen. Das liegt daran, dass sie oftmals nicht auf dem neusten Stand der Technik sind. Außerdem können sie in Punkto Sicherheit nicht mit neuen Reifen konkurrieren.
Vor allem sollte man mit Runderneuerten Vollgasfahrten vermeiden, weil sich die Lauffläche ablösen kann!
Zurzeit werden knapp 15 Prozent der ca. 600.000 Tonnen Altreifen pro Jahr runderneuert.
Die Reifenrunderneuerung ist ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz, denn es können Ressourcen geschont werden. Während für die Herstellung eines neuen Reifens etwa 35 Liter Rohöl verbraucht werden, reduziert sich der Anteil beim runderneuerten Reifen auf etwa 5,5 Liter.
Für PS-schwache Autos sind diese Reifen allerdings eine Alternative. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten runderneuerte Reifen vom TÜV geprüft sein und ein entsprechendes Siegel haben.
Runderneuerte Reifen spielten bislang in Deutschland nur eine untergeordnete Rolle. Die Preisunterschiede zu preisweiten Markenreifen sind zu gering oder gar gleich.
Im Bereich der Nutzfahrzeuge wird beim Reifenkauf immer mehr darauf geachtet, dass die Neureifen auch runderneuerungsfähig sind. Sie machen europaweit immerhin schon 50% aller neu gekauften Reifen aus.